Die HSG Nordwest holt am Doppel-Spiel-Wochenende 2 Punkte, wie budgetiert - jedoch nicht aus der erwarteten Partie. Gegen BSV Future Bern resultierte eine 37:32 Niederlage, gegen Fortitudo Gossau ein 30:27 Sieg.

Die katastrophale Startphase des Spiels in Bern führte zu einem 0:6 Rückstand nach lediglich viereinhalb Minuten. Das fahrige Spiel der Nordwestschweizer wurde begleitet von einer noch nie dagewesenen Negativ-Emotionalität, die einerseits kaum ihre Verwandschaft zum Begriff "Emotion" verdient hatte, andererseits auf diesem Level schlicht nichts zu suchen hat - Punkt. 

Bis zur Pause kämpften sich die Gäste dann so langsam ins Spiel. Sie konnten den Lauf des Heimteams bremsen und gestalteten den weiteren Verlauf der ersten Hälfte fast ausgeglichen. Zur Pause stand es 20:13.

Nach dem Seitenwechsel zeigte die HSG Nordwest dann ihr positives Gesicht. Mit viel Herz und einer gesunden Portion Wut im Bauch machte sich das Team von Michael Röthlin auf, das Ruder doch noch rumzureissen. Und mit Elia Meisters sehenswertem "Dreher" vom linken Flügel, zum 31:31 in der 54. Minute, schien das Team in Schwarz endgültig das Spieldiktat übernommen zu haben. - Schien! In den verbleibenden 6 Minuten war die Fehlerquote dann doch wieder ein bisschen zu hoch, um die Berner bis aufs Äusserste fordern zu können. Nach einer HSG-Schlussphase mit 5 Fehlwürfen, 2 technischen Fehlern und einer weiteren 2-Minutenstrafe entschieden die Hauptstädter diese Begegnung doch noch klar mit 37:32 für sich.

 

24 Stunden später ertönte bereits der nächste Anpfiff. Für die HSG Nordwest stand dabei der Gewinn der 2 Punkte gegen Fortitudo Gossau absolut im Fokus, um den Abstiegsrängen ein klein wenig entkommen zu können. Im Vergleich zum Vortag starteten die Nordwestschweizer ausgezeichnet in die Partie. Moris Schwizer parierte gleich den ersten gegnerischen Abschluss und Tim Wespi eröffnete das Skore kurze Zeit später entschlossen mit dem ersten seiner 4 persönlichen Treffern. Die Fürstenländer hatten Schwierigkeiten, der Entschlossenheit des Heimteams entgegenzutreten und mussten miterleben, wie die HSG Nordwest bis zur Pause auf 21:12 davon zog. Nelio John war dabei der umsichtige Spielgestalter und gleichzeitig brandgefährliche Torjäger. Er überzeugte mit einer Abschlussquote von 11 Toren aus 15 Würfen und war damit eine der spielbestimmenden Figuren. Viele taten es ihm gleich und warteten mit einer eindrücklichen Vorstellung auf, wie zum Beispiel der Kämpfer im Abwehrzentrum, Andreas Breum oder der Mann hinter der Abwehr, Moris Schwizer. Auch ihm gelang es vorbildlich, die negativen Gedanken vom Samstag abzustreifen und zeigte in Halbzeit Eins mit einer 55%-Abwehrquote eine bärenstarke Leistung. Und weil Ömer Koc (5/6) und Elia Meister (5/7) offensiv ebenfalls gross aufspielten, schien der Mist nach 30 Minuten bereits geführt zu sein. - Aber wiederum trügte der Schein. 

Die Gossauer glaubten an ihr Comeback und ackerten sich mit neu gefundener Dynamik zurück in dieses Spiel. Stück für Stück bauten sie ihren Rückstand ab und kamen in der 50. Spielminute bis auf 27:24 heran - mehr aber auch nicht. Die HSG Nordwest zeigte sich willig, den Kampf gegen die offensive Deckung der Ostschweizer anzunehmen und gewann jenen schlussendlich auch mit 30:27.

AO0I0003 2
AO0I0017 2
AO0I0023 2
AO0I0032 2
AO0I0036 2
AO0I0044 2
AO0I0050 2
AO0I0055 2
AO0I0062 2
AO0I0068 2
AO0I0075 2
AO0I0081 2
AO0I0087 2
AO0I0091 2
AO0I0101 2
AO0I0123 2
AO0I0130 2
AO0I0137 2
AO0I0164 2
AO0I0170 2
AO0I0186 2
AO0I0199 2
AO0I0211 2
AO0I0218 2
AO0I0222 2