Im Vergleich zur Hinrundenpartie im September 2017 steigerte sich die HSG Nordwest gegen Pfadi Winterthur in der Tordifferenz um 6 Zähler, verlor zum Rückrundenstart aber dennoch mit 21:25.

Die erste einschneidende Aktion ereignete sich bereits im zweiten Angriff des Heimteams. Nhan Doan landete nach einem offensiven Zweikampf unglücklich auf dem Fuss, zog sich dabei eine Verletzung im Bereich des Sprunggelenks zu und verbrachte die restlichen 58 Minuten hinter der Auswechselbank. An seiner Stelle im rechten Rückraum kam vorerst Elia Steffen zum Einsatz.

Die leicht getrübte Stimmung mochte sich kaum erhellen, da sich die HSG Nordwest zu Beginn der Partie zudem eine ganze Reihe an technischen Fehlern gutschreiben lassen musste. Die Fehler, meist im Bereich der Zuspiele, waren die Folge aus einer offensiv-agressiven Zürcher Deckung und der entsprechenden Überforderung der Nordwestschweizer. Das zweite HSG-Tor fiel  dann auch erst in der 12. Spielminute. Es war das erste für den in der Endabrechnung stark aufspielenden Tim Wespi. Er zeigte sich in dieser schwierigen Begegnung als besonders kämpferisch und konnte nebst seinen 4 Toren (aus 6 Abschlüssen) auch mit 3 "abgelaufenen" gegnerischen Gegenstössen brillieren. Der Wille, um jeden Zentimeter zu kämpfen, war also absolut vorhanden, trotzdem taten sich die Hausherren weiterhin schwer: vom 2:4, zum 4:5, über ein 5:11 zum 8:12 35 Sekunden vor Schluss der ersten Halbzeit. Und nach zwei taktischen Misstritten innert einer halben Minute musste man sogar mit einem 8:14 zur Pause schreiten.

Das Halbzeitergebnis war definitv schlechter als die gezeigte Performanz auf dem Feld. Die HSG Nordwest hat in den ersten 30 Minuten bewiesen, dass sie sich im letzten halben Jahr markante Fortschritte erarbeiten konnte, womit sie dem Tabellendritten phasenweise durchaus Paroli bieten konnte.

Zur zweiten Hälfte rückte Nelio John (mit starken 9/13) vermehrt auf die Halbposition und machte dadurch Niels Christ Platz auf der Spielmacherposition. In Kooperation mit Christ fand auch Kreisläufer Koc besser ins Spiel, der sich nach einer verhaltenen ersten Halbzeit noch auf eine Quote von 4/7 steigern konnte. Dazu kam ein bisschen mehr Tempo in der Gegenstossentwicklung, was in der Summe, eine Viertelstunde vor Schluss zu einem wieder etwas spannenderen 16:19 führte. Ganz eng wurde es allerdings nicht mehr. Routiniert und schlussendlich verdient brachten die Pfader den 21:25 Ausswärtssieg über die Runden.